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Graduiertenprogramm Digital Citizenship Education (in Antragserarbeitung)

Das Verbundprojekt fokussiert Fragen der Inklusion und Exklusion im Kontext der in einer Wechselbeziehung stehenden Aspekte: Digitales, Bürgerschaft und Bildung.

Im Promotionsprogramm Digital Citizenship Education werden transdisziplinär die gesellschaftlichen Konstruktionen von Citizenship in den Blick genommen. Die verbindende Forschungsperspektive fragt in der Analyse nach Praxen von Inklusion und Exklusion im Kontext einer digitalisierten Gesellschaft. Aktuelle Studien verweisen auf den Stellenwert, den digitale und soziale Medien im Leben aller Menschen, vor allem aber der Kinder und Jugendlichen, einnehmen. Es bedarf demnach einer differenzierten Auseinandersetzung mit Möglichkeiten, Potentialen und Chancen, aber auch Gefahren und Risiken der Mediatisierung. Eine etwaige Verschiebung von Macht- und Herrschaftsverhältnissen und deren Instrumenten in der digitalen Gesellschaft stehen dabei im Fokus der trans- und interdisziplinären Forschung. Dabei ist in besonderer Weise Macht auch in Zusammenhang mit Wissenshierarchie und Zugang zu Informationen zu verstehen sowie die Bedeutung der Wechselwirkung von Verfasser*in, Medium und Inhalt. Die Analyse von Inklusion und Exklusion bedarf demnach einer politischen, historischen, soziologischen und bildungswissenschaftlichen Sicht, die diese Prozesse in gesellschaftliche Machtverhältnisse einordnet.

Es wird davon ausgegangen, dass neue Formen politischer Partizipation verstärkt jenseits klassischer Repräsentationsformen und Institutionen wie Wahlen, Parteien, Gewerkschaften oder Vereinen eine bedeutsame Rolle einnehmen werden. Vor allem digitale und soziale Medien rücken dabei immer weiter in den Fokus. Online-Petition, Crowdfunding, Foren und soziale Netzwerke gewinnen an Bedeutung. In diesen Formen von Citizenship finden auf verschiedenen Ebenen bereits inklusive Praxen statt, zugleich führen diese Elemente (zivil)gesellschaftlichen  Zusammenlebens zu ungekannte Exklusionsmechanismen und Teilhabebarrieren.

Zielsetzung des geplanten Graduiertenprogramms ist die empirisch fundierte und theoretisierende Analyse des Zusammenwirkens von digitalen / sozialen Medien und Bürgerschaftsbildung. Dabei soll der Zugang sowie die Kompetenzentwicklung beim Umgang mit diesen Medien im Spannungsverhältnis zu Inklusions- und Exklusionsmechanismen in den Blick genommen werden. Im Vordergrund steht die Mündigkeitsbildung in der digitalen Gesellschaft.

 

beteiligte Arbeitsbereiche im Entwicklungsprozess: Prof. Dr. Andreas Nehring, Apl. Prof. Dr. Schmiechen-Ackermann, Prof. Dr. Robak, Prof. Dr. Bös, Prof. Dr. Lange, Prof. Dr. Bickes, Prof. Dr. Lindmeier, Prof. Dr. Gillen, Prof. Dr. Hagedorn