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Gender, Migration & Citizenship

Gender, Migration & Citizenship

© Juristische Fakultät Hannover

Als Forschungsverbund im »Center for Inclusive Citizenship« werden am »Forum für GenderKompetenz in Architektur Landschaft Planung« (gender_archland) der LUH die Verbindungen zwischen gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen und Räumen untersucht. »Geschlecht« wird dabei als Differenz-, Struktur-, Prozess- und/oder epistemische Kategorie erkannt, analysiert und berücksichtigt. In Bezug auf »Raum« wird ein relationales Verständnis zugrunde gelegt, das es ermöglicht, die Materialität von Räumen in Verbindung mit ihrem sozialen (Geworden-)Sein und Werden zu verstehen. Diesem Erkenntnisinteresse folgend, werden etwa Stadtquartiere oder Dörfer sowie auch ausgewählte private und/oder öffentliche Räume zum Gegenstand der Forschung. Gefragt wird unter anderem nach der Co-Konstruktion der Kategorien von Geschlecht und Raum, nach raumwirksamen In- und Exklusionsprozessen oder Möglichkeiten und Grenzen der Raumproduktion und -aneignung durch unterschiedliche Akteurinnen und Akteure. Diese Fragen werden am Beispiel unterschiedlicher, aktueller raumbezogener Forschungsthe-men wie »Recht auf Stadt«, »Energiewende«, »Sozial-ökologische Transformation« sowie»RäumlicheEntwicklung/spatialdevelopment«,»Nahversorgungund Daseinsvorsorge« oder »Mobilität zwischen Transport und Bewegung« bearbeitet.

FORSCHUNGSPROJEKTE IM CLUSTER "GENDER, MIGRATION & CITIZENSHIP"

Gender, Migration & Citizenship

  • PREDIS - Prevention of 'Early Dropout' of VET through Inclusive Strategies for ' Migrants' and 'Roma'
    Leaders: Dirk Lange
    Team: Norah Barongu-Muweke
    Year: 2018
    Sponsors: Europäische Kommission - Erasmus+
    Lifespan: 2015-2018
  • Zwischen Tradition und Wandel. Evangelische Frauenklöster und -stifte in Niedersachsen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
    Auf dem Gebiet des heutigen Niedersachsen haben sich – bundesweit einmalig – von den vielen mittelalterlichen Klöstern und Stiften fünfzehn Frauengemeinschaften bis heute erhalten, nämlich die Calenberger Klöster Barsinghausen, Mariensee, Marienwerder, Wennigsen und Wülfinghausen, die sechs Lüneburger Klöster Ebstorf, Isenhagen, Lüne, Medingen, Walsrode und Wienhausen sowie die vier freiweltlichen Damenstifte Bassum, Börstel, Fischbeck und Obernkirchen. Unter der Verwaltung bzw. der Rechtsaufsicht der Klosterkamme Hannover stehend, fühlen sie sich ideell eng mit der protestantischen Kirche verbunden. Die jahrhundertelange Existenz dieser seit ihrer Gründung ununterbrochen von Frauengemeinschaften getragenen Klöster und Stifte verweist darauf, dass ihnen eine große Beharrungskraft wie Wandlungsfähigkeit zugleich innewohnt. Beides war insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vonnöten: Seit den 1950er-Jahren begannen sie ihre Attraktivität als Lebensort für alleinstehende ältere Frauen zu verlieren. So schien es in der Klosterkammer um 1960 nicht ausgeschlossen, dass die schrumpfenden Klosterkonvente in einigen Häusern zusammengezogen und die frei gewordenen Häuser aufgegeben werden müssten. Tatsächlich wurde kein Kloster aufgehoben. Vielmehr stellen sich die Klöster und Stifte heute als attraktive, nach außen geöffnete „Begegnungsorte“ dar, die mit ihren eindrucksvollen Gebäuden, ihren reichen Kunstschätzen und einer Bandbreite unterschiedlichster Angebote und Aktivitäten jährlich viele Tausend Besucher*innen anziehen. Das Projekt untersucht vor dem Hintergrund des vielschichtigen und rasanten sozialen und kulturellen Wandels, der sich in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts vollzog, in synchroner wie diachroner Hinsicht den Weg von der Nachwuchs- und Sinnkrise in den 1950er-Jahren zur Entwicklung und Umsetzung neuer, heute gelebter Konzepte für Konvente und Kapitel. Es untersucht u. a. Eintrittsmotive und Entfaltungsmöglichkeiten von Konventualinnen und Kapitularinnen, Wertvorstellungen der Konvente und Kapitel sowie gesellschaftliche, soziale und kulturelle Funktionen der Klöster und Stifte. Bei der Analyse der Wandlungsprozesse im Untersuchungszeitraum interessiert insbesondere, welche Akteur*innen über die Frauengemeinschaften hinaus in diese Prozesse involviert waren, welche Abhängigkeiten, Kooperationen, Potenziale und/oder Konflikte sich daraus ergaben und wie Tradition und Wandel ausbalanciert wurden. In diesen nachzuzeichnenden Diskussions-, Aushandlungs- und Gestaltungsprozessen spielten die Äbtissinnen eine zentrale Rolle. So liegt ein weiterer Akzent auf der Frage, welche Voraussetzungen sie mitbringen mussten, um nach innen wie nach außen sowohl integrativ als auch durchsetzungsfähig wirken zu können. Welche Gestaltungsräume hatten und schufen sie sich, welche Hindernisse hatten sie zu überwinden? Auf welche Kooperationen und Allianzen konnten sie bauen, um zukunftsorientierte Impulse für den Erhalt und die Weiterentwicklung von Kapiteln und Konventen zu setzen? Die Antworten auf diese Fragen werden am Ende des Projekts in einer Monografie dargestellt.
    Leaders: Detlef Schmiechen-Ackermann
    Team: Christiane Schröder
    Year: 2018
    Sponsors: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur + Klosterkammer Hannover
    Lifespan: 2018-2021
  • Out-Side-In - Inclusive Adult Education for Refugees
    Leaders: Prof. Dr. Dirk Lange
    Team: Arne Schrader
    Year: 2019
    Sponsors: Europäische Kommission - Erasmus+
    Lifespan: 2015-2018
  • Violence Against Women - Scambiare buone pratiche per progettare un modello pedagogico/culturale per la prevenzione della violenza contro le donne
    „Combat Violence Against Women“ ist ein transnationales Projekt für strategische Partnerschaften in der Erwachsenenbildung. Das Projekt setzt sich zum Ziel, Prozesse des kulturellen Wandels auf europäischer Ebene zu initiieren. Übergreifendes Ziel ist der Kampf gegen Gewalt gegenüber Frauen. PädagogInnen und Lehrkräfte sollen dafür zu Protagonisten und Protagonistinnen des Prozesses erklärt und ausgebildet werden.
    Leaders: Dirk Lange
    Team: Arne Schrader
    Year: 2019
    Sponsors: Europäische Kommission - Erasmus+
    Lifespan: 2017–2019
  • VAI – Volunteering among Immigrants
    Volunteering Among Immigrants, ist ein Projekt, das sich mit dem Thema der Integration durch Freiwilligenarbeit und hierbei vor allem mit den Chancen ehrenamtlicher Tätigkeiten als Mittel zur Integration und als ein Indikator für Integration beschäftigt. Um ein Gesamtbild zum Thema Migration und Integration im Zusammenhang mit Freiwilligenarbeit in der EU zu bekommen, sowie weitere Aspekte wie die Motivation von ehrenamtlich aktiven Migrant*innen zu erfassen, werden mithilfe von qualitativen Interviews und einer quantitativen Erhebung, Einrichtungen und ehrenamtlich aktive Einzelpersonen befragt.
    Leaders: Dirk Lange
    Team: Elizaveta Firsova
    Year: 2019
    Sponsors: Europäische Kommission - AMIF (Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds)
    Lifespan: 2017-2019